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Täuschungsschutz

examundo setzt auf eine Kombination aus Prävention und Protokollierung. Ein perfekter Schutz im Browser ist nicht möglich, aber die Hürden sind hoch genug, um Täuschungsversuche erheblich zu erschweren und nachvollziehbar zu machen.

Erkannte Ereignisse

Verstöße (zählen als Strike)

Genau diese vier. Die Liste ist bewusst kurz: gezählt wird nur, was die Schülerin oder der Schüler auch als Verwarnung zu sehen bekommt.

EreignisErkennung
Tab- oder Fensterwechselvisibilitychange und window.blur (auf Tablets nur visibilitychange, weil blur dort schon bei der Adressleiste auslöst)
Vollbild verlassenFullscreen-API, nur auf Rechnern
Seite verstecktvisibilitychange, etwa beim Wechsel in eine andere App
EntwicklerwerkzeugeTastenkombinationen F12, Strg+Umschalt+I/J/C, Cmd+Alt+I/J/C

Protokollierte Ereignisse (kein Strike)

Diese werden aufgezeichnet und der Lehrkraft angezeigt, führen aber nie zu einer Sperre.

EreignisErkennung
Einfügen blockiertpaste im Antwortfeld, wird zugleich unterbunden
Kopieren blockiertcopy im Antwortfeld, wird zugleich unterbunden
KontextmenüRechtsklick im Klausurbereich
Diktat blockiertSpracheingabe über die Diktierfunktion des Betriebssystems
BildschirmfotoTastenkombinationen wie Druck, Cmd+Umschalt+3/4/5, Windows+Umschalt+S
Browser-SeitenleisteFensterbreite schrumpft um mehr als 400 Pixel bei sichtbarer Seite, nur auf Rechnern
Gerät ausgesetztLücke von mehr als 30 Sekunden zwischen zwei Prüfintervallen, etwa bei zugeklapptem Gerät

Warum Seitenleiste und ausgesetztes Gerät nicht zählen

Beide lösen zu leicht versehentlich aus. Ein maximiertes Fenster oder ein zugeklappter Deckel ist kein Täuschungsversuch, und eine Sperre mitten in der Klausur wäre ein hoher Preis für einen Fehlalarm. Sie stehen der Lehrkraft trotzdem in der Vorfallsliste zur Verfügung.

Drei-Strikes-Regel

Nach 3 schweren Verstößen wird die Klausur des Schülers automatisch gesperrt. Der Schüler sieht eine Sperrmeldung und kann nicht mehr weiterarbeiten.

Bei jedem Verstoß sieht der Schüler eine Verwarnung mit dem aktuellen Zählerstand (z.B. „Verwarnung 2/3").

Entsperrung

Die Lehrkraft kann im Live-Dashboard die Sperre aufheben. Dabei wird der Verstoß-Zähler auf 0 zurückgesetzt und der Schüler kann weiterarbeiten.

Deduplizierung

Wenn ein einzelner Vorgang mehrere Ereignisse auslöst (z.B. Tab-Wechsel löst sowohl visibilitychange als auch blur aus), wird nur ein Verstoß gezählt. Die Erkennung verwendet eine interne Sperre, sodass ein Wegwechseln genau einen Strike erzeugt, unabhängig davon wie viele Browser-Events dabei feuern.

Präventive Maßnahmen

  • Vollbild-Modus: Auf Desktop-Geräten wird der Vollbildmodus erzwungen. Ein Overlay blockiert die Klausur, bis der Vollbildmodus wiederhergestellt wird.
  • Kopieren/Einfügen gesperrt: In Antwortfeldern sind Kopieren und Einfügen blockiert (verhindert Übersetzer-Paste).
  • Kontextmenü gesperrt: Rechtsklick ist deaktiviert.
  • Spracheingabe gesperrt: Diktierfunktionen des Betriebssystems werden erkannt und blockiert.
  • Ein Code, eine Sitzung: Jeder Zugangscode funktioniert nur für eine einzige Sitzung. Ein zweiter Login-Versuch wird blockiert und muss von der Lehrkraft freigegeben werden.
  • Wasserzeichen: Name, Code und Zeitstempel werden als Wasserzeichen über die gesamte Seite gelegt (als Screenshot-Abschreckung).
  • Zoom gesperrt: Auf der Klausurseite ist Pinch-to-Zoom deaktiviert, um versehentliches Zoomen auf Tablets zu verhindern.

Serverseitige Maßnahmen

  • Zeitfenster serverseitig erzwungen: Die Bearbeitungszeit wird serverseitig geprüft. Eine Manipulation der Client-Uhr hat keinen Einfluss.
  • Auto-Save: Alle Antworten werden regelmäßig automatisch gespeichert. Die Speicherhistorie ist nachvollziehbar.
  • Integritäts-Bericht: Pro Abgabe wird ein Bericht mit allen erkannten Ereignissen (Typ, Zeitpunkt, Details) erstellt.

Vorschau-Modus

Wenn du deine eigene Klausur über ⋯ → Im Schüler-Modus testen öffnest, entsteht eine als Vorschau markierte Abgabe. Für diese Vorschau ist die gesamte Überwachung abgeschaltet: kein Vollbildzwang, keine Tab-Wechsel- oder Fokus-Erkennung, keine Kopier-/Kontextmenü-Sperre und keine Strikes. So kannst du die Klausur in Ruhe durchklicken, ohne dich selbst auszusperren. Der Schalter greift ausschließlich für Vorschau-Codes, die nur die Lehrkraft erzeugen kann - echte Schüler-Codes werden immer vollständig überwacht.

Einschränkungen

Folgende Szenarien können nicht vollständig verhindert werden:

  • Ein zweites Gerät neben dem Bildschirm (z.B. Smartphone)
  • Screenshots über Hardware-Tasten oder externe Geräte
  • Browser-Erweiterungen, die vor dem Klausurstart installiert wurden

Die Kombination aus technischen Hürden und Protokollierung macht Täuschungsversuche aber riskant und nachweisbar.

Korrektur macht die KI. Den Unterschied machst du.