Skip to content

Kompetenzen

Eine Kompetenz ist die feste Bezeichnung hinter einem Bewertungskriterium: „indefinido/imperfecto", „Aufgabenbezug", „Rechenweg". Du wählst sie beim Erstellen der Klausur aus - dort, wo du ohnehin festlegst, worauf du Punkte vergibst.

Warum das nützlich ist

Ohne Kompetenzen ist ein Kriterium nur ein Wort, das du in jeder Klausur neu tippst. Nennst du dieselbe Sache einmal „Vergangenheitszeiten", einmal „Zeitformen" und einmal „indefinido/imperfecto", kann examundo nicht wissen, dass dreimal dasselbe gemeint ist - und es entstehen drei unverbundene Einträge statt einer Entwicklung über das Schuljahr.

Mit einer ausgewählten Kompetenz bleibt die Zuordnung stabil, auch wenn du die Bezeichnung später umbenennst. Genau daraus entsteht später die Auswertung, welche Bereiche sich bei einer Schülerin verbessert haben und welche wiederkehren.

Kompetenz an eine Aufgabe hängen

Die schnellste Verknüpfung sitzt direkt in der Aufgabe: Öffne die Klausur, gehe in den Editor und klappe die Aufgabe auf. Öffne unterhalb der Punkte den Aufklapper Erweiterte Optionen; dort findest du unter Schwierigkeit das Feld Kompetenz. Ist bereits eine Kompetenz gesetzt, steht sie in der Kopfzeile des Aufklappers und der Bereich ist von Anfang an geöffnet:

  1. Klick auf die Auswahl öffnet die Liste. Tippen filtert; angezeigt werden die zum Fach passenden Kompetenzen plus die fachübergreifenden.
  2. Ist nichts Passendes dabei, tippe die gewünschte Bezeichnung und wähle „… anlegen".
  3. Die Auswahl speichert automatisch - die ganze Aufgabe ist damit dieser Kompetenz zugeordnet, Grundlage für Kompetenzprofil und Weiterüben.

Lange Bezeichnungen werden hier vollständig und mehrzeilig angezeigt. In der schmalen Auswahl am Bewertungskriterium (unten) wird ein langer Name gekürzt; der volle Name erscheint beim Überfahren mit der Maus.

Für eine feinere Zuordnung kannst du zusätzlich einzelne Bewertungskriterien mit Kompetenzen verknüpfen (siehe unten).

Kompetenz an ein Kriterium hängen

Beim Bearbeiten einer Kurzantwort- oder Freitext-Aufgabe schaltest du das Bewertungsraster ein. Jede Zeile hat dann neben Bezeichnung und Punkten eine Auswahl Kompetenz wählen:

  1. Klick auf die Auswahl öffnet die Liste.
  2. Tippen filtert. Die Liste zeigt die zum Fach passenden Kompetenzen plus die fachübergreifenden wie „Aufgabenbezug".
  3. Ist nichts Passendes dabei, tippe die gewünschte Bezeichnung und wähle „… anlegen". Die neue Kompetenz gehört dir und steht ab sofort in allen deinen Klausuren zur Verfügung.

Ein Kriterium ohne Kompetenz ist völlig in Ordnung: Punkte und Note funktionieren normal. Es taucht dann nur nicht in der Kompetenz-Auswertung auf. Der Hinweis unter dem Raster erinnert dich daran.

Die Übersichtsseite

Unter Kompetenzen in der Navigation findest du:

  • Vorschläge - Bezeichnungen, die über importierte Klausuren hereingekommen sind. Sie zählen bewusst erst mit, wenn du sie bestätigst. So wächst deine Liste nicht unbemerkt zu.
  • Eigene Kompetenz anlegen - Bezeichnung eintragen, Art wählen (fachlich, sprachlich oder methodisch) und optional ein Fach zuordnen.
  • Die vollständige Liste, gruppiert nach Art.

Einträge mit der Marke Katalog liefert examundo mit. Du kannst sie verwenden, aber nicht ändern oder löschen. Möchtest du eine andere Bezeichnung, lege eine eigene Kompetenz mit demselben Schlüssel an - dann siehst du deinen Namen, und die Auswertung bleibt trotzdem verbunden.

Bezeichnung ändern

Bei einer eigenen Kompetenz kannst du die Bezeichnung jederzeit über Umbenennen anpassen, etwa um einen Tippfehler zu korrigieren. Der Schlüssel bleibt dabei gleich: er steckt in Aufgaben und Auswertungen, deshalb ändert sich nur der angezeigte Name, nicht die Verknüpfung. Katalog-Einträge lassen sich nicht umbenennen.

Vorschläge bestätigen oder zusammenführen

Bei einem Vorschlag hast du drei Möglichkeiten:

  • Bestätigen - er wird zu einer normalen Kompetenz und erscheint ab sofort in der Auswahl.
  • Zusammenführen - du gibst den Schlüssel einer vorhandenen Kompetenz an. Alle Aufgaben, die den Vorschlag verwenden, werden mit umgehängt. Aus zwei Bezeichnungen wird eine gemeinsame Entwicklung.
  • Verwerfen - der Vorschlag verschwindet.

Stilllegen statt löschen

Löschst du eine Kompetenz, die du bereits verwendet hast, wird sie stillgelegt: sie verschwindet aus der Auswahl, aber bereits bewertete Klausuren behalten ihre Zuordnung. So bleibt die Vergangenheit lesbar.

Kompetenzen in der Korrektur

Sobald eine Klausur bewertet wird, erscheinen über den Bewertungsfeldern kleine Marken mit den erkannten Kompetenzen. Sie kommen aus fünf Quellen:

  • Aus deinem Bewertungsraster - du hast das Kriterium beim Erstellen einer Kompetenz zugeordnet, und die vergebenen Punkte sind die Rückmeldung. Diese Marken sind gesetzt und brauchen keine Bestätigung.
  • Aus der automatischen Korrektur - bei Aufgaben ohne Raster, die eine Kompetenz für die ganze Aufgabe tragen.
  • Aus der Sprachprüfung - wiederkehrende Rechtschreib- und Grammatikmuster.
  • Als KI-Vorschlag - die KI ordnet nur den Kompetenzen zu, die du auf dieser Aufgabe hinterlegt hast. Sie kann keine neuen erfinden; taucht etwas Passendes nicht auf, landet es als Vorschlag in deiner Kompetenz-Übersicht.
  • Von dir ergänzt - während der Korrektur kannst du eine Kompetenz von Hand hinzufügen oder einen mit einer Kompetenz verknüpften Kommentar-Baustein einsetzen. Solche Marken sind sofort gesetzt und brauchen keine Bestätigung.

Marken, die noch nicht sicher genug sind, erkennst du am Hinweis zu prüfen. Mit übernimmst du sie, mit verwirfst du sie. Eine verworfene Marke kommt nicht zurück, auch wenn du die Note später noch einmal änderst.

Die angezeigte Sicherheit ist eine Einschätzung aus Belegen: wie oft ein Muster in der Antwort vorkommt und ob mehrere Prüfungen unabhängig zum selben Ergebnis kommen. Ein einzelner Tippfehler wird deshalb nie automatisch zu einer Kompetenzlücke.

Was bewusst nicht passiert

Aus einer leeren Antwort wird nie eine Kompetenzlücke abgeleitet. Null Punkte können viele Gründe haben - nicht verstanden, Aufgabe missverstanden, Zeit nicht gereicht - und eine unbearbeitete Aufgabe sagt nichts darüber aus, was der Schüler kann.

Die Auswertung: Klasse und einzelne Schüler

Beides findest du unter Klassen, wenn du eine Klasse öffnest.

Förderbereiche der Klasse

Über der Schülerliste steht, bei welchem Anteil der Klasse ein Bereich zuletzt noch unsicher war - der dringendste zuerst. Gezeigt werden nur Bereiche aus dem Fach der Klasse, nicht aus anderen Klausuren derselben Schüler. Daneben steht immer, um wie viele Schüler es geht: „62 %" allein sagt wenig, denn 62 % von drei Schülern ist etwas anderes als 62 % von dreissig.

Gezählt wird jeweils die neueste Klausur, in der ein Bereich vorkam. Was ein Schüler inzwischen behoben hat, taucht also nicht mehr auf.

Lernprofil eines Schülers

Unter den Förderbereichen steht Lernprofile mit einer Leiste aller Schülerinnen und Schüler der Klasse. Ein Klick wechselt - du musst nichts aufklappen. Wer noch kein Profil hat, bleibt in der Leiste, ist aber nicht anwählbar. Eine kleine Zahl am Namen sagt, wie viele Bereiche bei dieser Person gerade noch unsicher sind, damit du siehst, wo es sich lohnt hinzuschauen.

Pro Fach zeigt das Profil:

Das Profil ist nach Fach getrennt. Jedes Fach hat eigene Bereiche und eine eigene Tabelle, denn eine Tabelle über alle Fächer hätte eine Spalte pro Klausur und wäre damit fast überall leer. Dieselbe Kompetenz kann in zwei Fächern auftauchen und ist dort jeweils eine eigene Zeile - „Aufgaben- bezug" in Biologie ist etwas anderes als in Spanisch.

Pro Fach siehst du:

  • Eine Bilanzzeile - „2 sitzt · 1 in Arbeit · 1 wiederholt".
  • Eine Zeile je Kompetenz, schwächste zuerst. Rechts der Verlauf als Stufenspur: eine Stufe je Klausur, Höhe gleich Niveau, die letzte Stufe ist der aktuelle Stand. Daneben das Niveau als Wort.

Fahre über eine Stufe, um zu sehen, aus welcher Klausur sie stammt. Eine schraffierte Stufe heisst: diese Klausur hat den Bereich nicht geprüft - was etwas anderes ist als „nicht beherrscht".

Steht neben einer Kompetenz „erst eine Klausur", beruht die Einstufung auf einem einzigen Beleg. Nimm sie dann als Anlass nachzusehen, nicht als Befund. Der Grund ist gemessen: bei einem Wiederholungstest am 18.09.2026 ergab dieselbe Antwort fünfmal bewertet jedes Mal dieselbe Gesamtpunktzahl, aber eine andere Aufteilung auf die Kriterien, und in einem Viertel der Fälle wechselte dadurch die Stufe.

Im Schülerportal steht bei nur einem Beleg deshalb gar keine Einordnung, sondern „erst ein Hinweis". Dir wird die Stufe weiterhin gezeigt: du kannst den dünnen Beleg einordnen und gezielt nachprüfen, und genau dafür soll er sichtbar sein.

Ein Strich („-") in der Tabelle bedeutet, dass diese Klausur den Bereich gar nicht geprüft hat. Das ist bewusst etwas anderes als „unsicher": aus „nicht geprüft" wird nie „nicht beherrscht".

Die drei Stufen entstehen aus deinen Punkten und aus erkannten Fehlermustern. Punkte führen: sie kommen aus Kriterien, die du selbst festgelegt und bewertet hast. Fehlerzahlen schärfen das Bild nach - volle Punktzahl mit sechs wiederkehrenden Fehlern gilt nicht als restlos sicher. Umgekehrt kann aus Fehlern allein nie „sicher" werden: keinen Fehler zu machen ist noch kein Beleg für Können.

Lernprofil für Schüler freigeben

Schüler sehen ihr Lernprofil im Schülerportal erst, wenn du es für die jeweilige Klausur freigibst. Das ist ein eigener Schalter, getrennt von der Ergebnis-Freigabe: du kannst die Note herausgeben und die Kompetenz-Aufschlüsselung zurückhalten, oder umgekehrt. Beides ist im Audit-Log protokolliert.

Freigegeben sehen die Schüler dieselben vier Bereiche und dieselbe Entwicklungstabelle wie du - aber ohne Punkte, ohne deine Kommentare und ohne Antworttexte.

Feedback in Einfacher Sprache

Neben dem Knopf KI-Vorschlag im Kommentarfeld wählst du die Schreibweise: Standard oder Einfache Sprache. Letztere erzeugt kurze Hauptsätze, Alltagswörter und direkte Ansprache - für Schüler, die mit einem verschachtelten Kommentar nichts anfangen können.

Die Wahl gilt pro Antwort, nicht pro Klasse: in derselben Gruppe sitzen Schüler mit und ohne diesen Bedarf.

Übungen erzeugen

Zwei Wege, je nachdem für wen:

  • Für die ganze Klasse: in den Förderbereichen steht neben jedem Bereich ein Knopf Üben. Er erzeugt für jede Schülerin und jeden Schüler der Klasse ein eigenes Übungsset zu diesem Bereich.
  • Für eine einzelne Person: wähle sie in der Leiste unter Lernprofile und drücke Üben in der Zeile des Bereichs. Das erzeugt ein Set nur für diese Person. Bei Bereichen, die schon sitzen, gibt es keinen Knopf. Die Schüler finden es im Portal unter „Üben“.
  • Nach einer Klausur (weiterführende Übungen): auf dem Klausur-Dashboard steht die Karte Weiterführende Übungen. Ein Klick erzeugt für jede Schülerin und jeden Schüler, die in dieser Klausur einen unsicheren Bereich hatten, ein Übungsset zum gleichen Thema wie die Klausur, gezielt für den schwächsten Bereich. Hast du den Aufgaben eine Schwierigkeit gegeben, richten sich die Übungen nach dem Niveau der Klausur und gehen eine Stufe darüber. Voraussetzung ist, dass die Ergebnisse freigegeben sind (die Kompetenz-Ampel entsteht erst damit). Die Freigabe erreichst du über das ⋯-Menü oben rechts in der Klausur, Eintrag „Ergebnisse freigeben" - solange sie fehlt, weist die Karte dich mit einem Hinweis darauf hin, statt den Knopf zu zeigen.

Vorgaben für die Erzeugung (weiterführende Übungen)

Über dem Knopf Weiterführende Übungen erstellen kannst du der KI Vorgaben mitgeben, die für alle Sets dieses Durchlaufs gelten:

  • Umfang: ca. 15, 30 oder 45 Minuten Bearbeitungszeit. Daraus ergibt sich die Zahl der Aufgaben (etwa drei Minuten pro Aufgabe, mindestens drei, höchstens fünfzehn).
  • Schwierigkeit: Leichter, Wie die Klausur oder Anspruchsvoller, jeweils bezogen auf das Niveau der Klausur. Wie die Klausur entspricht dem bisherigen Verhalten (Niveau der Klausur und eine Stufe darüber).
  • Wortschatz aus Vokabelpool: wähle einen deiner Vokabelpools, zum Beispiel die aktuelle Lektion. Vokabelaufgaben nehmen ihre Paare aus diesem Pool, die anderen Aufgabentypen bauen die Wörter in ihre Sätze und Lücken ein. Pools zum Fach der Klausur stehen in der Liste oben.
  • Themenschwerpunkt: ein kurzer Freitext, etwa „Ferien am Meer".

Ohne Vorgaben gilt: etwa 30 Minuten, Niveau der Klausur, freier Wortschatz.

Prüfen und freigeben (weiterführende Übungen)

Anders als die anderen Wege landen diese Sets nicht sofort bei den Schülern. Sie sammeln sich auf dem Klausur-Dashboard zur Prüfung: pro Schüler:in siehst du den Bereich und eine Vorschau der erzeugten Aufgaben. Erst mit Freigeben (einzeln oder Alle freigeben) wird ein Set im Portal sichtbar; mit Verwerfen löschst du ein Set, das dich nicht überzeugt. So entscheidet die KI nichts allein - du gibst frei, was du für gut hältst.

Wichtig zum Verbrauch:

  • Das Erzeugen kostet KI-Kontingent, ein Aufruf pro Schüler. Bei einer Klasse von dreissig sind das dreissig Aufrufe.
  • Das Üben selbst kostet nichts. Die Aufgaben sind so gebaut, dass examundo sie automatisch prüft - ohne KI. Ein Schüler kann also beliebig oft versuchen, ohne dass etwas verbraucht wird.
  • Schüler können sich selbst begrenzt Übungen holen, aber nur zu Bereichen, die ihr freigegebenes Lernprofil als unsicher führt, und nur ein paar Mal pro Woche.

Reicht das Kontingent für einen Teil der Klasse nicht, siehst du danach genau, für wen kein Set erstellt wurde.

Was aus den Übungen wurde

Du siehst es dort, wo du sie erzeugt hast:

  • Im Lernprofil steht unter der Kompetenz, ob das Set schon begonnen wurde, wie viele Aufgaben bearbeitet sind und wie viel davon richtig war.
  • In den Förderbereichen steht je Bereich, wie viele der Klasse ihr Set erledigt haben und wie gut im Mittel.

Der Mittelwert zählt nur erledigte Sets. Unerledigte mitzurechnen würde so aussehen, als hätte die Klasse es nicht gekonnt - dabei hat sie es nur noch nicht gemacht.

Übungen verändern das Lernprofil nicht

Bewusst: im Lernprofil zählt nur, was eine echte Klausur zeigt. Sonst könnte sich ein Bereich durch Üben auf „sicher“ hocharbeiten, ohne dass die nächste Klausur das bestätigt. So bleibt die Aussage belastbar - und der Effekt des Übens wird beim nächsten Mal wirklich sichtbar.

Voraussetzung für die spätere Auswertung

Die Kompetenz-Auswertung pro Schülerin setzt voraus, dass die Zugangscodes über eine Klasse erzeugt wurden. Rein anonyme Codes gehören zu keiner Person - Punkte und Noten funktionieren dort normal, aber es entsteht kein Lernprofil. Siehe Klassen und Zugangscodes.

Korrektur macht die KI. Den Unterschied machst du.